» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

Autographen, bibliophile Drucke, Illustrationen

Vom 29. April bis zum 13. Juli 2013 fand in der Staatsbibliothek Bamberg die Ausstellung „Autographen, bibliophile Drucke, Illustrationen – Jean Paul zum 250. Geburtstag“ statt. Vom 18. September bis 15. November 2013 wurde die Schau unter dem gleichen Titel in Amberg gezeigt.

Die Kabinettausstellung präsentierte das Werk Jean Pauls in Erstausgaben, bibliophilen Drucken und herausragenden Illustrationen. Die wesentlichen Wirkungsstätten des Dichters wurden durch Graphiken veranschaulicht. Im Zentrum der Ausstellung standen Briefe und Billets, die Jean Paul an den in Bayreuth ansässigen jüdischen Handelsherrn und Bankier Emanuel Osmund (1766–1842) gerichtet hatte, seinen wichtigsten Brief- und engsten Seelenfreund.

Die in dichter Folge zwischen 1796 und 1825 niedergeschriebenen Briefschaften stellen ein eindrucksvolles Zeugnis romantischer Brief- und Geselligkeitskultur dar, zugleich ein „sprechendes“ Dokument deutsch-jüdischen Miteinanders. Das 2009 von der Oberfrankenstiftung erworbene Ensemble wird in der Staatsbibliothek Bamberg als Depositum verwahrt. Weitere Autographen aus Bibliotheksbesitz gesellten sich bei.

Dokumentiert wurden ferner die Beziehungen Jean Pauls zu Bamberg über den Verleger und Leihbibliothekar Carl Friedrich Kunz. Einbezogen war auch sein nicht unproblematisches Verhältnis zu E.T.A. Hoffmann.

OFS.Autogr.R 1 1809Als Teil der Bamberger Schätze sind die von der Staatsbibliothek Bamberg gehüteten Briefe und Billets, die Jean Paul an Emanuel Osmund richtete, vollständig einsehbar. 

Staatsbibliothek Bamberg: Briefsammlung Jean Paul/Emanuel Osmund (mit Volltextsuche)


Staatsbibliothek Bamberg Pressemitteilung vom 21.03.2013
Nordbayerischer Kurier vom 11./12.05.2013

Bayerische Staatszeitung vom 17.05.2013
Welt am Sonntag vom 09.06.2013
Mittelbayerische.de 15.09.2013

Dauer: Mo 29. April – Sa 13. Juli 2013
Eröffnungsmatinee: So 28. April, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9–17 Uhr, Sa 9–12 Uhr (außer feiertags)
Ort: Bamberg, Staatsbibliothek, Neue Residenz am Domplatz
Veranstalter: Staatsbibliothek Bamberg

 

 

 

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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