» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

Namenlose Empfindung – Jean Paul und Goethe im Widerspruch

 

Namenlose Empfindung Ausstellungskatalog  

Namenlose Empfindung. Jean Paul und Goethe im Widerspruch. Handschriften und Deutungen. Hg. von Konrad Heumann, Helmut Pfotenhauer und Bettina Zimmermann. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Freies Deutsches Hochstift. Frankfurt am Main 2013.

     
176 Seiten    
Preis: 19,80 €    
ISBN: 978-3-9814599-4-4    
Erscheinungsdatum: 28. August 2013
     

Zeitlebens haben sich beide Dichter immer wieder aufeinanderbezogen und waren sich gegenseitig Fixpunkte der ästhetischen und moralischen Standortbestimmung – im Positiven wie im Negativen. Vor allem Jean Paul ließ keine Gelegenheit aus, sich in seinen Werken, Briefen und Aufzeichnungen mit dem ebenso geliebten wie gehassten Weimarer Idol auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung versammelt Handschriften, an denen sich das komplizierte Verhältnis von Attraktion und Repulsion ablesen lässt. Sie stammen aus der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Goethe- und Schiller-Archiv (Weimar), dem Goethe-Museum Düsseldorf, dem Freien Deutschen Hochstift und anderen Institutionen. Viele der Stücke sind erstmals öffentlich zu sehen.

Der reich bebilderte Katalog erschien zur gleichnamigen Ausstellung im Frankfurter Goethe-Haus / Freien Deutschen Hochstift (28. August bis 13. Oktober 2013) und nimmt das schwierige Verhältnis zwischen Jean Paul und Goethe in den Blick.

Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.08.2013
Frankfurter Rundschau vom 28.08.2013

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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