» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

Lexikon Jean Paul Zitate

 

Lexikon Jean Paul Zitate  

 

Ernst Lautenbach: Lexikon Jean Paul Zitate. Auslese für das 21. Jahrhundert aus Leben und Werk. Iudicium, München 2012.

 

     
786 Seiten    
Preis: 39,00 €    
ISBN: 978-3-86205-387-2    
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2012
     

Kurzbeschreibung:

Empfindsamer Schwärmer und kreuzgescheiter Philosoph, Gefühlsenthusiast und doch Naturalist, begriff der Autodidakt Jean Paul die tragikomische Doppelnatur der Außenwelt als eine Spiegelung seines eignen Innern. In der Selbsterkenntnis findet er den Schlüssel zur Menschenkenntnis, in der Steigerung des Besonderen, ja des Exzentrischen, scheint das Allgemeine auf. Mit seiner reichen Auswahl an Zitaten, Lebenszeugnissen und Dokumenten von und über Jean Paul bietet das „Lexikon Jean Paul Zitate“ einen umfassenden und pointierten Einblick in Werk und Leben dieses einzigartigen deutschen Dichters und erweist dessen Bedeutung als kulturelles Erbe auch für das 21. Jahrhundert. Ein Sonderling in der deutschen Literaturlandschaft war Jean Paul immer – einer, der wusste, „daß an Poeten nichts ist“, und der doch früh seine ganze Existenz auf das Schreiben setzte. „Fremd wie aus dem Mond gefallen“ fand ihn Schiller, ein „wunderliches Wesen“, ja gar das „personifizierte Alpdrücken der Zeit“ soll Goethe ihn einmal genannt haben. Wie ein modernes Gegenprogramm zu diesen beiden Klassikern mutet die überbordende Fabulierkunst des schrulligen Eigenbrötlers zuweilen an. Seinen Erfolg, insbesondere in der Damenwelt, konnte dies nicht schmälern: Seine schon in der Namengebung unverkennbaren Figuren haben sich in die Herzen der Menschen eingeschrieben ebenso wie in die Geschichte der deutschen Literatur. „Wenn ich aus den Wolken jede beliebige Gestalt zu bilden und einige Zeit zu behaupten weiß: so tun ja wir alle nichts anders mit den Gewölken unseres Lebens und bilden daraus beliebige Gestalten so lang und länger als die Wolke fest bleibt.“

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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