» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

Jean Paul und Goethe – ein untendenziöses Doppelporträt

Mit seinen beiden Lesungen „Ähnlichkeitswettbewerb im Land der Vergleichsfiguren“ am 24. März 2013 in Bayreuth und „Jean Paul und Goethe – ein untendenziöses Doppelporträt“ am 29. April 2013 in Bamberg setzte Ulrich Holbein die zwölfteilige Reihe „Mein Kollege Richter – Schriftsteller über Jean Paul“ fort.

Mit seinem angenehm respektlosen Buch Ein Chinese in Rom – Jean Paul und Goethe gelang Ulrich Holbein ein originelles Doppelporträt der beiden deutschen Großschrifsteller. Jean Paul und Goethe hatten ein schwieriges Verhältnis, das von Missverständnissen und falschen Erwartungen geprägt war. Sie begegneten sich einige Male, als Jean Paul im Sommer 1796 zu Besuch nach Weimar kam und als er später dort lebte. Goethe verhielt sich Jean Paul gegenüber überwiegend kühl und ablehnend und versuchte ihn zu igorieren, so gut es ging. Es mag den Dichterfürsten verstört haben, dass der Erfolg von Jean Pauls „Hesperus“ seinen epochalen Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ verschattete. Jean Paul hingegen verehrte Goethe sein Leben lang, trotz mancher Vorbehalte.

In seinen unterhaltsamen bebilderten Lesungen in Bayreuth und in Bamberg gab sich Holbein als großer Kenner und Verehrer Jean Pauls zu erkennen, den er in seinem Buch „Narratorium“ (2008) als „Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer“ bezeichnete. „Jean Paul pinselte Menschheitsdilemmata gnadenlos aus, was Goethe nie gewagt hätte, beschrieb Leichenberge, krepierende Föten und Mütter, Horrortrips.“

 

Mein Kollege Richter Schriftsteller ueber Jean Paul Cover

Die Dokumentation „Mein Kollege Richter – Schriftsteller über Jean Paul“ versammelt in schriftlicher Form die Beiträge von acht Autoren, die in der gleichnamigen Lesereihe ihren persönlichen Zugang zu Jean Paul präsentierten. Im Vorwort erläutern der künstlerische Leiter Christoph Beck und Dr. Monika Meier, 1. Vorsitzende des Vereins Jean Paul 2013, das Konzept und blicken zurück auf eine Veranstaltungsreihe, die vom Publikum vor Ort sehr gut angenommen wurde. (Wenn Sie im Inhaltsverzeichnis auf einen Titel klicken, gelangen Sie zu dem jeweiligen Beitrag; dort führt Sie ein Klick auf den Tintenklecks zurück in die Übersicht.)

Fränkischer Tag vom 01.05.2013

 

 


Sonntag, 24. März, 12 Uhr:
Ähnlichkeitswettbewerb im Land der Vergleichsfiguren
mit Ulrich Holbein
Ort: Bayreuth, Altes Rathaus, Kunstmuseum, Maximilianstr. 33
Veranstalter: Jean-Paul-Gesellschaft, Jean Paul 2013 e.V.

Montag, 29. April, 19 Uhr:
Jean Paul und Goethe – ein untendenziöses Doppelporträt
mit Ulrich Holbein
Ort: Bamberg, Künstlerhaus Villa Concordia, Concordiastr. 28
Veranstalter: Villa Concordia Bamberg, Jean-Paul-Gesellschaft, Jean Paul 2013 e.V.


Zwei gelungene neue Biografien und ein höchst unterhaltsames Capriccio zu Jean Paul laden dazu ein, den größten Wortschöpfer unter den deutschen Romanciers wiederzuentdecken

Süddeutsche Zeitung vom 13.06.2013

Holbeins fröhliche Wissenschaft – Ulrich Holbein hat ein lustiges Doppelporträt zu Jean Paul und Goethe geschrieben
Fränkischer Tag vom 30./31.03.2013 (Beilage Fränkischer Sonntag)

Buchtipp – Jean-Paul-Lesebuch „Weltall im Krähwinkel“, hg. von Ulrich Holbein und Ralf Simon
rbb Kulturradio 15.03.2013


Förderer, Partner und Sponsoren

 

 

Mit seinem angenehm respektlosen Buch "Ein Chinese in Rom - Jean Paul und Goethe" gelang

Ulrich Holbein ein originelles Doppelporträt der beiden deutschen Großschrifsteller. Jean

Paul und Goethe hatten ein schwieriges Verhältnis, das von Missverständnissen und falschen

Erwartungen geprägt war. Sie begegneten sich einige Male, als Jean Paul im Sommer 1796 zu

Besuch nach Weimar kam und als er später dort lebte. Goethe verhielt sich Jean Paul

gegenüber überwiegend kühl und ablehnend und versuchte ihn zu igorieren, so gut es ging. Es

mag den Dichterfürsten verstört haben, dass der Erfolg von Jean Pauls "Hesperus" seinen

epochalen Bildungsroman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" verschattete. Jean Paul hingegen

verehrte Goethe sein Leben lang, trotz mancher Vorbehalte. In seinen unterhaltsamen

bebilderten Lesungen in Bayreuth und in Bamberg gab sich Holbein als großer Kenner und

Verehrer Jean Pauls zu erkennen, den er in seinem Buch "Narratorium" (2008) als

"Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer"

bezeichnete. "Jean Paul pinselte Menschheitsdilemmata gnadenlos aus, was Goethe nie gewagt

hätte, beschrieb Leichenberge, krepierende Föten und Mütter, Horrortrips."

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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