» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

Jean Paul Festival München

Vom Donnerstag, den 21. bis Sonntag, den 24. März 2013 fand in München das Jean Paul Festival des Münchner Residenztheaters statt. Acht Veranstaltungen an vier Tagen boten ein buntes Programm zu Ehren des Jubilars, der München im Jahr 1820 besucht hatte.

Flyer Residenzttheater 200Anlässlich des 250. Geburtstags von Jean Paul feierte das Münchner Residenztheater vom 21. bis zum 24. März im Marstall den großen deutschen Schriftsteller mit Theaterinszenierungen seiner Romane „Flegeljahre“ und „Der Komet“, einem großen Geburtstagsfest, kuratiert von Albert Ostermaier, Auftritten von Slampoeten und Musikern und einem Autorenfrühstück mit heutigen Literaten. Im Rahmen einer Buchpräsentation des Hanser-Verlags diskutierten die Jean-Paul-Experten Norbert Miller, Helmut Pfotenhauer und Markus Bernauer.

 

Programm Jean Paul Festival München

Jean Paul auf der Homepage des Residenztheaters

 

Donnerstag, 21. März, 19.30 Uhr
Prolog: „Des Johann Paul Friedrich Richters Konjekturalkuriositätenkabinett – Eine Art Idylle“ oder
Birgit Minichmayr wühlt in Jean Pauls Zettelkästen

Donnerstag, 21. März, 20.30 Uhr
Wir sind ein Feuerwerk (das ein mächtiger Geist in verschiedenen Figuren abbrennt): Ein Fest für Jean Paul von und mit Albert Ostermaier. Gäste aus Literatur, Schauspiel, Musik, performativer Kunst und Slam Poetry präsentieren mit kurzen Auftritten einen Gala-Abend zu Ehren des Geburtstagskinds.

Donnerstag, 21. März, 23.00-3:00 Uhr
Party mit DJ Hell

Freitag, 22. März, 20.00 Uhr
Flegeljahre, Theaterstück nach Jean Paul (Premiere)
Regie: Robert Gerloff
Mäandernd zwischen Bruderliebe und Künstlerprekariat, Telenovela und Possenspiel, Abendrot und Wirtshaus ist „Flegeljahre“ ein Weihespiel, das sich selbst verlacht.

Samstag, 23. März, 16.00 Uhr
Buchpräsentationen des Hanser-Verlags: „Jean Paul. Das Leben als Schreiben. Biographie“ von Helmut Pfotenhauer und „Jean Paul: Erschriebene Unendlichkeit. Briefe“ hg. von Helmut Pfotenhauer, Norbert Miller und Markus Bernauer

Samstag, 23. März, 18.30 Uhr
Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt. Daumenkino von und mit Volker Gerling. In Gerlings magischen Porträtstudien entsteht eine leichtfüßige und tiefsinnige Reflexion über die Flüchtigkeit des Moments und die Bedeutung der menschlichen Begegnung im Geist des Reisenden Jean Paul.

Samstag, 23. März, 20.00 Uhr
Der Komet, wichtige Nachrichten vom neuen Traumgeber-Orden und andere seltsame Begebenheiten nach Motiven von Jean Paul (Premiere)
Regie: Katrin Plötner

Sonntag, 24. März, 11.00 Uhr
Deusche Idyllen: Autorenfrühstück über Jean Paul
mit Albert Ostermaier, Thomas Kapielski und Beatrix Langner, Autorin der Biografie „Jean Paul. Meister der zweiten Welt“
Moderation: Michael Krüger (Hanser-Verlag)

Deutschlandfunk Kultur 22.03.2013
Donaukurier vom 21.03.2103
Süddeutsche Zeitung vom 20.03.2013
Süddeutsche Zeitung vom 25.03.2013
Süddeutsche Zeitung vom 25.03.2013

 

 

 

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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