» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

Forschungskolloquium

Literatur und Naturwissenschaft: Jean Paul

Die Leibniz Universität Hannover lud im Sommersemester 2013 zu einem öffentlichem Kolloquium zum Thema „Literatur und Naturwissenschaft: Jean Paul“ ein. Von April bis Juli 2013 fanden im Deutschen Seminar der Universität fünf Vorträge namhafter Wissenschaftler statt.

Jean Paul Heinrich Pfenninger 1798Anlässlich seines 250. Geburtstages schenkte die Leibniz Universität Hannover dem Jubilar Jean Paul ein öffentliches Forschungskolloquium. Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Alexander Košenina, unter dessen Leitung die Veranstaltung stattfand, rief renommierte Dozenten und Jean-Paul-Spezialisten zu Gastvorträgen: Prof. Dr. Maximilian Bergengruen, PD Dr. Jörg Paulus, Dr. Stephan Pabst, Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans und Dr. Ines Theilen. Die Auftaktveranstaltung fand am 17. April 2013 im Literaturhaus Hannover, Sophienstraße 2 statt. Die Jean-Paul-Biografin Dr. Beatrix Langner stellte an diesem Abend ihr Buch „Jean Paul – Meister der zweiten Welt“ vor.

Mittwoch 18:00 (s.t.) bis 19.30 Uhr
Leibniz Universität Hannover, Deutsches Seminar, Raum 415, Königsworther Platz 1

17. April, Literaturhaus 19.30 Uhr, Dr. Beatrix Langner (Berlin):
Vorstellung ihrer Biografie „Jean Paul – Meister der zweiten Welt“ und Gespräch über den Schriftsteller

24. April, Prof. Dr. Maximilian Bergengruen (Zürich):
„Das Allerheiligste der Zeugung“. Zum epistemischen und poetologischen Gehalt der Zwillings-Metapher in Jean Pauls „Flegeljahren“

15. Mai, Dr. Ines Theilen (Hannover):
Der Meteorologe im Ballon: Des Luftschiffers Gianozzo Seebuch

12. Juni, Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans (Bochum):
Wunderkammer, Naturalienkabinett, Monsterkollektion. Modelle der Darstellung naturkundlichen Wissens bei Jean Paul

26. Juni, PD Dr. Jörg Paulus (Braunschweig):
Gestein und Sprachsteinbruch. Petrologisch-poetische Wechselwirkungen bei Jean Paul

10. Juli, Dr. Stephan Pabst (Jena):
Jean Paul und die Physiognomik

 

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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