» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

Jean Paul: Lebenserschreibung

 

Jean Paul Lebenserschreibung 200  

 

Jean Paul: Lebenserschreibung. Autobiographische Texte und unveröffentlichte Notizen. Herausgegeben von Helmut Pfotenhauer. Hanser Verlag.
München 2004.

       
496 Seiten    
Preis: 34,90 €    
ISBN: 978-3-446-20553-6    
Erscheinungsdatum: 9. August 2004
       
„Wenn ich nichts mehr zu leben habe, schreib' ich mein Leben.“ Schon mit den Formen seines Namens, Jean Paul, Richter, spielt er seine Metamorphosen durch, und erst recht mit seinen fiktiven Figuren. Dieses Buch versammelt wichtige autobiographische Texte und unveröffentlichte Notizen aus dem Nachlass des immer noch unbekannten Klassikers.

 

 

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