» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

Christiane Pritzlaff: Odilie Richter

 

Pritzlaff Odilie Richter  

 

Christiane Pritzlaff: Geliebt und vergessen: Odilie Richter – Jean Pauls jüngste Tochter. Königshausen & Neumann, Würzburg 2013.

     
330 Seiten:    
Preis: 34,00 €    
ISBN: 978-3826050978    
Erscheinungsdatum: März 2013  
     

Kurzbeschreibung:

Durch eine ungewöhnliche Vielzahl von Zufällen ist ein Konvolut von über 70 Briefen aus der Familie der jüngsten Tochter Jean Pauls Odilie erhalten geblieben. Die lebendige Kraft der Briefe hat auf die so viel geliebte und gründlich vergessene Odilie neugierig gemacht, hat die Spurensuche nach ihr und ihrem Leben angeregt.

Die Erforschung ihrer Kindheit und Jugend im Banne Jean Pauls schärft den Blick auf den Charakter des geliebten Vaters, enthüllt neue Seiten an ihm. Nur wenige Jahre nach des Dichters Tod, im Jahre 1828, beginnt die leidenschaftliche Werbung des Offiziers Friedrich Hake um Odilie. In 27 Jahre ihres Lebens nach Jean Pauls Tod geben die bisher unbekannten Briefe von nun an Einblick.

Der Dialog mit Odilie, die Annäherung an sie wird durch die Briefe des Bräutigams und des späteren Ehemannes an sie möglich. Sie spiegeln ihren Charakter, führen in ihre Lebenswelt wie auch Briefe ihrer Kinder, vor allem der Tochter Johanna und einige von und an die Mutter Caroline. Nur wenige Briefe stammen von ihr selbst. Dokumente aus der Familie, auch ihrer Schwester Emma, aus Archiven ergänzen das Lebens- und Zeitbild. Die Alltags- und Familiengeschichte der empfindsamen und eigenwilligen Odilie gibt zugleich Aufschluss über das Beziehungsnetz der Familie Jean Pauls und über die Rezeption des Dichters.

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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