» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

     » Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

Sigmund Feuerabendt: Geheimnis Jean Paul

 

Feuerabendt Geheimnis JP 200

 

 

Sigmund Feuerabendt: Geheimnis Jean Paul. Jubiläumsschrift 1763-1825. Edition Naumann's. Speichersdorf 2013.

 

  
171 Seiten
Preis: 15,80 €
ISBN: 978-3-928113-03-8
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2013
  

Ich bin der Meinung, Jean Paul möge man nicht nur lesen, man sollte ihn gleichsam irgendwie leben, leben lernen. Bildung und Hilfe von ihm für jedermann sind heute mehr denn je vonnöten.

Dieser Dichter ist durchaus modern. Er öffnet uns die Augen, zuerst für den Eros der Natur. Mit Natur beginnt er auch seine Selberlebensbeschreibung. So versteht er sich mit dem Wunder der Natur, wie mit einem guten Freund.

Dann wendet er sich dem Menschen zu. Da ist er ein Menschenkenner großen Stils, sowohl für den Einzelnen als Psychologe wie für die ganze Menschheit als Prophet.

Einerseits führt er uns in großartigen Abstufungen miterleben lassend zu den unterschiedlichsten Leben. Andererseits lässt er uns in die Zukunft schauen. Dann rückt er von der Zeit ab und steigt hoch in das All des unendlichen Kosmos. Dort ist er ein Eingeweihter des Wissens um die Unsterblichkeit der Seele und um den Sinn des Lebens. Das ist Jean Paul.

Hinweis: Das Buch ist nicht über den Verein Jean Paul 2013 zu beziehen, sondern über den Verlag (Fax 09275/916711, Tel. 09275/1327).

 

 

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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