» Die Poesie ist die Aussicht
aus dem Krankenzimmer des Lebens. «

» Niemand hat weniger Ehrgefühl
      als eine Regierung. «

» Die Tat ist die Zunge des Herzens.«

     » Manches »Gesuchte« wäre es nicht,
        wenn der Verfasser mehr suchte. «

» Ein Rathhaus gehört zum Hausrath
       einer Stadt. «

» Nichts ist fataler, als wenn gerade
die letzte Flasche altes Bier schlecht ist. «

» Das Paradies verlieren
und den Paradiesvogel behalten. «

» Die größten Städte und Genies
sind unregelmäßig gebauet,
voll Sackgassen und Paläste. «

» Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde. «

» Jeden Tag
     mache dich auf viele Wunder gefaßt. «

» Hätte ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann. «

» Ich merke Namen so wenig,
daß ich oft vor dem Spiegel frage,
wie heißt der darin? «

» Unter Denken eines bösen Gedankens
     auf der Gasse ehrerbietig gegrüßt werden. «

» Bei Gott, alle Welt spricht,
und niemand kommt zu Wort. «

» Entwirf beim Wein,
         exekutiere beim Kaffee. «

» Die Blumen schlafen,
         aber nicht das Gras. «

» Auf der Welt ist alles natürlich,
       ausgenommen die Welt selber. «

» Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar. «

» Er ist ein besonderer Freund
       – von Feinden. «

» Man verdirbt unter Leuten,
die einen nicht übertreffen. «

» Weiber sprechen lieber von,
          Männer in der Liebe. «

» Was alles Böses gegen das Bier
     bei Philosophen gesagt wird,
         gilt nicht bei mir. «

» Man kommt leichter zu jedem
     andern als zu sich. «

» Eine Blattlaus hat mehr Ahnen
   als ein Elephant. «

» Ein Kind sei euch heiliger als die
   Gegenwart, die aus Sachen
     und Erwachsenen besteht. «

» Die Bücher sind die
        stehende Armee der Freiheit. «

Namenlose Empfindung –
Jean Paul und Goethe im Widerspruch

Die Ausstellung, zu der ein Katalog erschienen ist, fand vom 28. August bis 13. Oktober 2013  in Frankfurt am Main statt und widmete sich im dem schwierigen Verhältnis von Jean Paul und Goethe, das noch nie im Rahmen einer Ausstellung beleuchtet wurde. Vom 29. November 2013 bis 28. Februar 2014 war die Schau in Weimar zu sehen.
 

Jean Paul und Goethe waren sich zeitlebens Fixpunkte der ästhetischen und moralischen Standortbestimmung – im Positiven wie im Negativen. Vor allem Jean Paul ließ keine Gelegenheit aus, sich in seinen Werken, Briefen und Aufzeichnungen mit dem ebenso geliebten wie gehassten Weimarer Idol auseinanderzusetzen. Ständig schwankte er zwischen bedingungsloser Gefolgschaft und trotziger Selbstbehauptung, sodass sich Bewunderung und Kritik abwechseln.


Goethe hingegen versuchte, den höchst erfolgreichen Konkurrenten, wo es ging, zu ignorieren. Es gab jedoch gönnerhafte Herablassung und Kritik, teils auch emphatische Zustimmung. Die Ausstellung versammelte Dokumente, an denen sich dieses komplizierte Verhältnis ablesen ließ. Sie wurde kuratiert von Prof. Dr. Helmut Pfotenhauer (Universität Würzburg) sowie Dr. Konrad Heumann und Bettina Zimmermann (Freies Deutsches Hochstift).


Katalog zur Ausstellung
Thüringische Landeszeitung 03.01.2014
Frankfurter Allgemeine Zeitung 29.08.2013

Frankfurter Rundschau vom 28.08.2013
Pressemitteilung Frankfurter Goethe-Haus vom 13.08.2013
„Jean Paul und Goethe im Widerspruch“ Katalogauszug
„Jean Paul und Goethe im Widerspruch“ Exponatbeispiele


Dauer: Mi 28. August – So 13. Oktober 2013
Öffnungszeiten: Mo–Sa 10–18 Uhr, So & Feiertag 10–17.30 Uhr
Ort: Frankfurt am Main, Frankfurter Goethe-Haus, Großer Hirschgraben 23-25
Veranstalter: Goethe-Haus, Freies Deutsches Hochstift Frankfurt am Main


Dauer: Fr 29. November 2013 – Fr 28. Februar 2014
Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr
Ort: 
Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv, Hans-Wahlstr.4, Mittelsaal
Veranstalter: Klassik Stiftung Weimar

 

 

 

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Jean Paul 2013 e.V.
Wahnfriedstraße 1
95444 Bayreuth

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